Natur/Klima                 Kontinentalränder


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NASA: Zeitraffer Aufnah-men über die fatale Eis-Entwicklung der Arktis! 

 

Christoph Krachten zur "Todeszone"

 

Christoph Krachten zum "Fischsterben"

Eine neue, akute Gefahr

wird benannt! 

Der Aufbau unserer Erde ist komplex und meist unbekannt. Wir wissen mehr über den Mond, als über die die Kontinentalränder  der Erdplatten, auf denen wir leben. Nun haben Wissenschaftler vom British Geological Survey  der Univ. of Dundee (Schottland) belegt, dass es durchaus Grund gibt, sich dafür zu interessieren. 

 

Geologen untersuchten eine Reihe historischer Tsunamis, die durch ein katastrophales Ereignis namens Sturgea verursacht wurden - ein Erdrutsch, der sich vor 8 - 9 Jahren unter dem Wasser nordwestlich des heutigen Norwegen ereignete. Das Volumen des kollabierten Teils des Festlandsockels betrug 3.500 Kubikkilometer, der über die Länge des sedimentierten Bodens über 290 Kilometer also, wie eine Lawine abging. Eine 20-Meter-Tsunamiwelle schlug auf den britischen Inseln auf, die 80 Kilometer landeinwärts alles mit sich riss! -. Laut den Geologen war die Ursache für den Erdrutsch die Instabilität der während der letzten Eiszeit entstandenen Gesteine.

 

Diese werden von Methan-Hydraten "gekittet", das entlang der Konti-nentalränder ab 100 m in den Sedimentschichten unter Druck und sehr niederen Temperaturen gebildet wird. Erst ab 3 - 400 m Tiefe wird das Methan-Hydrat daher stabiler und bildet sich unterschiedlich mit Eis und in größeren Tiefen mit "unterkühltem" Wasser. Das Methan-Hydrat das hier eingelagert ist, ist der größte CO2 Puffer der Erde und es hat eine fundamentale, bisher unverstandene Bedeutung im Kohlenstoff-Kreislauf der Erde, womit er auch das Klima beeinflusst. 

In unserem Fall ist das Methan-Hydrat am Kontinentalfuß in  1.700 m Tiefe interessant, da hier die Quelle wirklich großer Tsunami- Katastrophen liegt. Der Kontinentalfuß zieht sich über eine Breite von ca.1.000 km und fällt noch weiter bis zu 4.000 m in die Tiefe ab. 

 

Im Jahr 2015 gelang es Rintoul (Video r.o.) und sienem Forscher Team, als erste Menschen den Rand des antarktischen Kontinents zu betreten. Bisher konnte man über Satelliten-Aufnahmen "einschätzen". Nach den Boden- und Tiefenvermessungen entstand erst ein dreidimensionales Bild der Struktur, vor allem im Bezug auf die Gebiete der Antarktis, die Tiefer als der Meeresspiegel lagen. Vor Ort konnten sie auch Wasserproben direkt unter dem Schelf entnehmen, deren Salzgehalt und Temperatur den Forschern wichtige Informationen erbrachten, die sie allerdings nicht sonderlich erheiterten! - Mit 0,3 ° Celsius ist das Wasser um knapp 2 ° Celsius wärmer als der lokale Gefrierpunkt und das führt dazu, dass die Eisschichten der Antarktis von Innen heraus schmelzen (z.B: Totten-Schelf) und das auch noch deutlich schneller, als angenommen! - In tiefen gigantischen Höhlen im Eis, sammelt sich das Schmelzwasser zu riesigen Seen, wie etwa der Lake Cook unter dem Eisschild von Wilkes-Land, der vor knapp 10 Jahren, 5,2 Milliarden Kubikmeter Süßwasser an die Küsten ausspülte.

 

Doch ein ganz anderer Aspekt tut sich hier auf: Das Methan-Hydrat reagiert sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen, die bereits 2015 signifikant waren und da die NASA Aufnahmen (Video links) einen massiven Rückgang der Eismassen belegen, ist die logische Folge, dass sich das Wasser in den Ozeanen auch weiterhin deutlich erwärmen wird! -  Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Methan-Hydrate an den Kontinentalfüßen, die sich um sämtliche Kontinental-Platten formen, instabil werden. Zwischen 2011 und 2013 machte man erste Messungen an der US Nord-Küste aus 500 m Tiefe, wo man vermutete, dass das Methan-Hydrat stabil wäre. Insgesamt fand man 570 Regionen, in denen Methan freigesetzt wurde, das aus so großen Tiefen zwar zu keiner Co2 Belastung wird, da es mikrobiell "entsorgt" wird. Doch das hat seinen Preis: Der Sauerstoffgehalt sinkt ab und die "Todeszonen" vergrößern sich, wie dies z.B. sehr deutlich an der US Golf-Küste zu sehen ist, deren Todeszone sich jährlich ausbreitet und mit ihr die Wassertemperaturen, - immer häufiger kommt es zu großen Fisch-sterben. Dieses Jahr waren extrem viel Fische aus der Tiefsee  an die Küsten Floridas gespült worden, was bedeuten könnte, dass Methan-Hydrat auch in den tieferen Lagen zerfällt. Es besteht daher die Gefahr, dass an den Kontinentalfüßen das Methan-Hydrat zerfällt und die Schlamm- und Sedimentschichten, die den Rand des Kontinents gestützt haben, instabil werden und abrutschen. Dabei entsteht nicht nur ein gewaltiger Tsunami, - ganze Küstenabschnitte könnten abbrechen und in die Tiefen des  Ozeans stürzen! - 

 

Insbesondere an den Polen wo die Temperatur am stärksten steigt ist die Gefahr sehr groß, dass in sehr naher Zukunft auch größere Sediment-Lawinen (Sturgea) die Kontinentalhänge abrutschen und dabei einen Tsunami auslösen, wie dies vor 1.500 Jahren geschehen ist. Um ein Bild vom Ganzen zu erhalten müsste man wissen, wie viele Regionen im Ozean ebenfalls Methan freisetzen und man müsste viel tiefer nachsehen, nämlich an den Kontinentalfüßen in Tiefen ab 1.700 m. Man kann nur beobachten, - das Fischsterben, die Wassertemperaturen, die beim Einzug von Hurricane Florence bei 30° Celsius lag(!) und die bekannten Risiko-Zonen besser beobachten, doch aufhalten kann man das Zwangsläufige nicht, das sich kontinuierlich zu seinem kritischen Punkt vorarbeitet. - 

 

 

 

Antarctic-Report

Der Antarctic Report entstand aus der äußerst erfolgreichen World Science Week, die im August und September 2014 mehr als 2.000 der weltweit führenden Wissenschaftler, Forscher und Regierungsberater für eine Reihe von int. Wissenschafts-gipfeln in Auckland zusammen-brachte. Im Video die 31. Dreijährige Generalversammlung des Int. Rates für Wissenschaft (ICSU) und die 6. alle zwei Jahre stattfindende offene Wissenschaftskonferenz des Wissenschaftlichen Ausschusses für Antarktisforschung (SCAR).


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