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Das Mikrobiell von Prof. Dr. Urs Jenal

Dr. Heiz Reinwald, - Das Mikrobiom im Alltag




Naegleria fowleri - geht an die Hirnsubstanz

4. Oktober 2018 

 

Gelangt Naegleria fowleri mit dem Wasser zur Nasenschleimhaut, wandert die Neaglerien entlang des Riechnervs ins Hirn und zersetzt innerhalb von wenigen Tagen das Hirngewebe. Man spricht dann von einer "Perakuten-Amöben-Meningoenzephalitis" (PAM) deren Symptome durchschnittlich nach fünf Tagen auftreten, begleitet von hohem Fieber, Übelkeit, häufiges Erbrechen, Kopfschmerzen sowie die für eine Meningitis typische Nackensteifigkeit.

 

Der geringen Infektionsrate gegenüber steht die extrem hohe Sterb-lichkeitsrate von über 97 %! - Fast immer führt die Infektion innerhalb von 5 Tagen nach Auftreten der Symptome zum Tode: Bei insgesamt 138 dokumentierten Infektionen in den USA seit 1962 sind den Center for Disease Control (CDC) überhaupt nur 3 Personen bekannt, die eine PAM durch Naegleria fowleri überlebt haben. Auf Zahlen darf man da nicht soviel geben, denn es gibt in den armen  Ländern eine unbekannte Dunkelziffer, die um einiges höher liegen dürfte, als die erfassten, diagnostizierten Fälle. - Ebenso wenig wie eine erprobte Therapie steht ein Schnelltest auf Naegleria fowleri zur Verfügung. Bis jetzt dauert ein Test auf die Amöbe bis zu eine Woche und ist nur im Labor zu machen. Aus diesem Grund werden 75 % der Diagnosen erst nach dem Tod des Patienten gestellt. Dennoch, das Klima ändert sich, das Wasser wird wärmer und bietet damit immer größere Siedlungsräume für Naegleria fowleri. Einer, von vielen weiteren Amöben, Dingflagellaten oder anderen Mikroorganismen, die sich mit dem Klima verändern! -  

 

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Die Welt der Mikroben hatte schon immer eine weitaus größere Bedeutung auf das Leben, als man dies bisher wahrnehmen konnte. Mit den Veränderungen unseres Klimas verändert sich auch die mikrobielle Besiedlung der Oberfläche, - im Wasser, den Böden und in der Luft. Die mikrobielle Gefahr durch eine "kritische" Verschiebung des Milieus nimmt dabei noch an Dramatik zu, da man die einzige "Waffe" gegen den unsichtbaren Feind, das Antibiotika, kastriert hat! - 

 

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Doch so ganz stimmt das wohl nicht, - mit den wenigen Fällen. In der Deutschen Apotheker Zeitung vom April 2017 warnt man ausdrücklich davor, Leitungswasser für Nasenspülungen zu verwenden! - Der Grund: Es gab Fälle von Perakuter Amöben Meningoenzephalitis, so dass sich sogar das Robert Koch Institut dieser Sache annahm. 

Man sagt Naegleria fowleri zwar eine geringe Infektiösität nach, doch gibt man offen zu, dass die Amöbe ein bekannter "Siedler" innerhalb von Biofilmen in Wasserleitungen ist und dass es neben dem Verbreitungs-weg über das Wasser, auch im Wasserdampf migrieren kann. Es muss auch nicht nur über die Nase zum Gehirn gelangen, - auch über die Augen oder an Wasserdampf gebunden, gelangt es beim Einatmen über das Nervensystem ins Gehirn. Generell sagt der Artikel aber auch aus, dass die Wasserqualität aus der Leitung so schlecht ist, dass sie für "medizinische" Zwecke besser nicht verwenden werden sollte! - Und was für die Medizin schlecht ist, das ist auch für den Menschen schlecht ..... .

Eine schlechte Wasserqualität für uns ist übrigens oftmals die optimale Siedlungsgrundlage für parasitäre Mikroben, - z.B. Naegleria fowleri.

 

 

 



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