Erdbeben                            News & Facts


27.11.2017

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Tektonische Zeitbombe: Bruch an der "Shumagin-Lücke" bei Alaska! -

Alaska ist eines der Gebiete mit der höchsten tektonischen Aktivität und den meisten schweren Beben. Hier schiebt sich die Pazifische Platte unter die Nord-Amerikanische Pl.   Anne Bécel und Kollegen von der Columbia University entdeckten  eine bisher verborgene Gefahr in dieser tektonisch hoch brisanten Gegend, - z.B. den Aleutengraben, aus der heftige Beben aber auch Tsunamis kommen! Im Rahmen ihrer Studie kartografierten sie den Meeres-grund an der Shumagin-Lücke vor der Küste Alaskas. Etwa 600 Meilen von Anchorage entfernt, entdeckten sie ein Segment, das Teil des Subduktionsbogens ist, der die Halbinsel und die Aleuten umfasst. Dort fand man einen Riss in der N-Amerikanischen Platte, der schräg der Subduktionslinie verläuft. Dadurch treten mehr Störungen und Beben auf woraus mehr Magma hervorgeht, welche die Vulkane im Pazifischen Feuerring nährt. - Da der Bruch weniger Masse hat, die auf ihn drückt, kann er bei stärkeren Beben "springen" und dadurch Tsunamis auslösen! - 

 



Peru: Erdbeben mit 7.1 lässt die Küste wackeln! -

Am Sonntagmorgen (14.1.18)  gegen 9:18 ereignete sich an der peruanischen Küste ein schweres Erdbeben der Stärke M7.1 auf etwa 40 Km Tiefe. Ein zu Anfangs befürchteter Tsunami blieb aus, jedoch gab es 2 Tote und mehr als 65 Verletzte. Besonders betroffen war die Region um Acarì. Das Beben entstand durch die Subduktion der NAZCA Platte, die sich dort unter die Südamerikanische Platte schiebt! - Auch nach dem Beben bleibt die Gegend um die tektonischen Grenzen sehr aktiv, was bedeutet, dass das nicht das Ende war! - 


Heftige Beben M6.0 rüttelte 4.1 Mio. Menschen durch! -

 

Gestern wurde ein starkes, flaches Erdbebenmit M6.0 registriert. Es traf Myanmar am gestern um 18:26 UTC. Die Agentur meldet eine Tiefe von 10 km.  Mehrere  mäßig starke Nachbeben trafen innerhalb der nächsten 30 Minuten auf dasselbe Gebiet. Innerhalb von 100 Km leben 4,1 Millionen Menschen und innerhalb von 10 Km weniger als 1 000 Menschen. DAs Beben schüttelte  rund 1 000 Menschen stark durch, 996 000 erlebten es als moderat und mehr als  16 Millionen Menschen erlebten es als leichte Erschüt-terung. Man geht von 5 Toten und mehr als 30 Verletzten aus. - 

 

 

 


Signifikantes M2.2-Beben in der nördl. Schwäbischen Alb! -

Die Schwäbische Alb ist durch den Druck der Afrikanischen Platte auf die Eurasische Platte entstan-den, als sich die Alpen aufgefaltet haben. Ein Meteoreinschlag von vor ca. 150 Mio. Jahren, wurde das Areal zusätzlich destabilisiert. - Das heutige Beben ereignete sich bei Heidenheim an der Brenz, nahe eines Calzit-Werkes bei der Bohnerzgrube. Da auch auf die Eurasische Platte bei der momentan vorherrschenden hohen Aktivität vermehrt Druck ausgeübt wird, entlädt sich der Druck in den sensiblen Regionen der Schwäbischen Alb. Wenn sich die tektonischen Bewegungen nun schon so signifikant auf die stabile Eurasische Platte auswirken, kann man erahnen, welche Kräfte in der Erde gerade aktiv sind! Durch die schweren Regenfälle steigt zudem das Risiko, dass sich Dolinen oder Sinkholes bilden, da der poröse Boden stark ausgespült ist! - 

 

 


Gefährliche Starkbeben-Serie an der Iranischen Platte! -

Bereits am 12. November 2017 ereignete sich im dünn besiedelten Grenzgebiet zwischen Iran und Irak ein schweres Erdbeben der Stärke 7,3. Nach ersten Schätzungen sind weit mehr als 300 Todesopfer und Tausende Verletzte zu beklagen. Die größten Zerstörun-gen gab es auf iranischem Territorium, obwohl das Epizentrum in der Nähe der iraki-schen Grenzstadt Halabdscha lag. - Kaum ein Land der Welt ist von so vielen tekto-nischen Verwerfungen durchzogen wie der Iran. Ursächlich für die diffizile Lage im Iran ist vor allem die Arabische Erdplatte, die sich mit rund 2 cm/Jahr Richtung Nordosten bewegt. An der nördlichen Küstenlinie der Persischen Golfes stößt die Arabische Platte gegen die Eurasische Kontinentalplatte, auf der sich der Iran befindet. Durch diesen Zusammenstoß wird das Zagrosgebirge aufgefaltet. Auch im Hinterland Irans verlaufen zahlreiche Bergketten parallel zu der Erdplattengrenze. - Erdbeben entstehen nicht nur in der unmittelbaren Konvergenzzone, in der die Erdplatten aneinander stoßen, sondern auch immer dort, wo sich die Spannungen entladen, was auch Hunderte von Kilometern im Landesinneren geschehen kann. Besonders Problematisch ist die Grenzzone an die Anatolische Platte. - Die Arabische Platte grenzt an die Afrikanische Platte im Westen und Südwesten, an die Indische Platte im Südosten, an die Eurasische Platte im Osten und an die Anatolische Platte im Norden. Zudem bildet sie zusammen mit der Afrikanischen Platte den Graben des Roten Meeres sowie den nördlichen Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Alles Triggerpunkte für schwere Beben, vor allem aber ist es die instabile Anatolische Platte, die Seismologen schon länger Kopfzerbrechen bereitet, da sie ein "Megabeben" hervorbringen wird, wenn sie bricht. Bei den hohen Aktivitäten entlang der Bruchstelle der Anatolischen Platte könnte es sehr schnell gehen, wenn weiterhin so große Spannungen von der Arabischen Platte ausgehen. - Man darf aufmerksam warten, was die sensible Tektonik dieses Jahr, vor allem aber in den nächsten Wochen und Monaten noch mit sich bringen wird! - 

 


Sehr hohe tektonische Aktivität! -

Heute Nacht gab es weit vor der Küste des mittelamerikanischen Staates Honduras  ein schweres Erdbeben der Magnitude M7,6 (EMSC) . Das Hypozentrum lag in 15 km Tiefe und gut 200 km vor der Nordküste des Landes. Es wurde Tsunamialarm gegeben, der inzwi-schen wieder aufgehoben ist. Über größere Schäden liegen bislang keine Meldungen vor. Das USGS gab die Stärke mit M7,8 an aus einer Tiefe von 10 km an. Das Beben entstand an  der nördlichen Grenze der Karibischen Kontinentalplatte, an der sich oft katastrophale Erdbeben manifestieren. - 

 

Die Vulkaninseln der Kleinen Antillen liegen zwar ein Stück weit entfernt, es ist aber nicht völlig ausgeschlossen, dass dieses starke Beben Auswirkungen auf Soufrière Hills, oder Montagne Pelée haben könnte. Auch Mexiko, wo an der Küste von Chiapas und Oaxaca sowie Guerrero täglich mehrmals stärkere Beben zwischen M3.+ und M4.+ auftreten gibt es aktive Vulkane wie den Popocatepetl oder die Dauerbrenner auf Costa Rica. - 

Die Erdbebenprovinz in der mexikanischen Provinz Oaxaca ist in den letzten Tagen besonders unruhig.  Schwarmbeben mit Magnituden um M4.+ in 20 km Tiefe. In einigen Hundert Kilometern Entfernung befinden sich Vulkane Mexikos und Guatemalas. 

 

Auch im Norden von Costa Rica gab es heute mittelstarke Erdbeben in der Nähe von Vulkanen. Am Vulkan Tenorio bebte die Erde mit einer Magnitude von 4,8 in 3 km Tiefe. Es folgten mehrere Nachbeben und auch am Vulkan Miravalles gab es eine Bodenerschütterung.

 

Zunahme der Seismik auch im Tyrrehnischen Meer, wo auch die immer aktiver werdenden "Campi Flegrei" sind!- Erhöhte Seismik in der Region geht oft einher mit lebhafter vulkanischer Aktivität auf Stromboli. Ein kleiner Erdbebenschwarm wanderte im Westen der Liparischen Inseln, südlich der Insel Alicudi. Weitere Beben werden auch am Ätna registriert, - die ganze Region ist derzeit seismisch aktiv! 

 

 

hvA,   15.1.2018


hvA,   12.1.2018


hvA,   11.1.2018

Die schwäbische Alb ist bekannt für ihre vielen natürlichen Höhlen, Senken und Meteoritenkrater, welche dem Gebiet eine besonders hohe seismische Sensibilität bescheren! - 

 


hvA,   11.1.2018

Darstellung der sensiblen Arabischen Platte, sowie die Anbindung an die umgebenden Platten. - Per Mausklick vergrößern - 

 


hvA, 10.1.2018

Auch in Mexiko ist die tektonische Aktivität schon seit vielem Monaten sehr hoch, - im September 2017 gab es hier ein Beben mit M8.2 - Viel Lava für die Vulkane im Feuerring.

 



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i.A. hendrik von Asgard